Viele Vorsätze für 2024 - Männer 1 verlieren die letzten beiden Spiele des Jahres

von Tim Thulke

Die HSG Heilbronn bleibt auch im letzten Heim- und Auswärtsspiel der Hinrunde ohne Punkte und hat in der Rückrunde einiges gutzumachen.

Alle Jahre wieder fährt das Team von Trainerduo Künzel/Ohr zu der der SG Schozach Bottwartal. Sowohl die Leinbachboys als auch die gastgebende Württembergliga-Reserve gehören zum festen Inventar der Bezirksliga der letzten Jahre, ein enges Spiel ist also fast immer garantiert. Der verletzte Lars Haiber und Flügelspieler Oli Binder standen nicht zur Verfügung, ansonsten konnte das Trainerteam aus dem Vollen schöpfen.

Das Spiel begann ausgeglichen, immer abwechselnd legte eine Mannschaft vor, die andere zog nach. Erst mit zunehmender Spieldauer kamen die Gastgeber besser in Fahrt, vor allem einfache Ballverluste und eine schwache Chancenverwertung wurden von den konterstarken Gegnern bestraft, so dass sich die „Erste“ in der 21. Spielminute mit einem Fünf-Tore-Rückstand konfrontiert sah, Halbzeitstand 15:20.

Der Mittelblock, der symbolisch für die zögerliche Abwehr stand, wurde zum Schlüssel für eine erfolgreichere zweite Halbzeit erklärt. So zumindest der Schlachtplan zum Seitenwechsel. Doch Vorstellung und Wirklichkeit sind zwei Paar Schuhe, wenn man die ersten Minuten nach der Pause betrachtet. In diesen zogen die Gastgeber weiter davon und erhöhten auf 23:16. Als Weckruf für die Leinbachboys dienten Zeitstrafen gegen „Dirkules“ Brodbeck und Laufwunder Chrissi Schmidt, die für die nötige Physis in der Abwehr sorgten. Mit je einem Doppelschlag brachten Topscorer Tiago Martins und Allzweckwaffe Michael "Schölle" Schöllmann die Leinbachpiraten zurück ins Spiel. Bis zur Crunchtime blieb die HSG in Schlagdistanz, zeigte dann aber - wie schon so oft in dieser Saison - Nerven und verpasste es, das Comeback zu vollenden, Endstand 29:33.

Nach der Niederlage im letzten Auswärtsspiel gastierte die „Zweite“ des TSV Weinsberg zum letzten Heimspiel der Hinrunde in der harzfreien Mörikehalle. Bereits im Vorfeld erhielt Coach Künzel einige Hiobsbotschaften, so spielte man nicht nur zeitgleich zur Bundesligakonferenz und verpasste die Blamage der Bayern in Frankfurt, sondern musste mit Matthias Ohr und  Serkan Vurmaz auch auf zwei Leistungsträger im Rückraum verzichten. Letzterer saß zwar auf der Bank, aber eine perfekte körperliche Verfassung sah anders aus. Die Gäste hingegen reisten mit Rückenwind an, der Aufsteiger hatte sich zwar stets eifrig hinter der Außenseiterrolle versteckt, doch mit Tabellenplatz zwei wird diese immer unglaubwürdiger.

Das Spiel in Kürze: Zwei Philosophien, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, trafen aufeinander. Die heimische HSG, mit viel Erfahrung und Stärken im kontrollierten Positionsspiel, gegen flinke Gäste, die ihr Heil vor allem im Konterspiel suchen. Beide Teams neutralisierten sich weitestgehend, die Begegnung blieb über die gesamten 60 Minuten auf Augenhöhe. Zu den entscheidenden Akteuren avancierten bei der HSG Torhüter Leo Benz, der mit seinen Paraden die Weinsberger reihenweise entnervte, und Sebbe Rimner, dem kein Winkel zu kurz war. Trotz allem blieb die HSG nach einer guten Leistung ohne Punkte, in den entscheidenden Momenten fehlte nicht nur das Quäntchen Glück, auch die eigene Chancenverwertung erschwerte einen möglichen Sieg.

Mit dem Schlusspfiff zum 28:30 ging eine durchwachsene Hinrunde zu Ende, fünf Punkte aus neun Spielen sind eindeutig zu wenig. Mut macht zumindest der letzte Auftritt der Leinbachboys, hier wäre - wie so oft in dieser Saison - mehr drin gewesen. Zudem läuft die erste Saisonhälfte fast schon traditionell schlecht, hoffentlich findet man auch diesmal in der Rückrunde den Weg aus dem Tabellenkeller. Die gesamte Mannschaft und das Trainerteam bedankt sich für die zahlreiche Unterstützung in diesem Jahr und wünscht frohe Festtage und einen guten Start ins Jahr 2024. Apropos guter Start, der (hoffentlich) gute Start in die Rückrunde findet für die Leinbachboys am Samstag, 27. Januar, um 20 Uhr in der Mörikehalle statt. Zu Gast ist der Aufsteiger aus Obrigheim, mit dem die HSG Heilbronn noch eine Rechnung offen hat.

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