Strg C, Strg V: Männer 1 wieder planlos am Heuchelberg

von Tim Thulke

Die HSG Heilbronn erlebt ein Déjà-vu der bitteren Art und verliert wie in der letzten Saison deutlich gegen die SG Heuchelberg mit 22:32 (11:17). Sinnbildlich für die Leistung steht der Spielbericht, der aus letzter Saison dupliziert wurde.

Was schreibt man nach so einem Spiel? Die HSG reist vergangenen Samstag nach Nordheim, um Saisonspiel drei zu bestreiten. Angereist? Ja. Angekommen? Lange nicht. Jeder HSG Akteur erlebt einen rabenschwarzen Tag und gibt so der SG Heuchelberg die Möglichkeit, ein Schützenfest am Samstagabend zu feiern.

First things first, zunächst erlebte eine gut gefüllte Halle 20 Minuten ausgeglichenen Handball, trotz löchriger Abwehr und stockendem Motor im Angriff blieb man in Schlagdistanz (10:13). Der Rückstand zur Pause würde dennoch erhöt, weil die Hausherren das eigene Fehlverhalten konsequent bestraften (10:17).

Coach Künzels mahnende Worte in der Halbzeitansprache verpufften; er hätte genauso gut mit den Nordeimer Hallenhänden sprechen können.

Was bedeutet das nun? Ganz einfach: wenn du Halbzeit eins spielerisch unterbietest und mit absoluter Sparflamme das Spiel runterspielst, dann gehst du baden. Selbst an einem Tag wie Samstag, wenn auf gegnerische Seite alles klappt, das Glück nicht auf deiner Seite ist und man selbst keinen Fuß in die Tür bekommt, verdient man nichts anderes als dieses Ergebnis, wenn man kämpferisch und geistig nicht in derselben Halle spielt.

Die HSG verliert somit zurecht 22:36 und muss sich nach so einem Spiel an die eigene Nase fassen. An einem anderen Tag hätte man dem frischgebackenen Tabellenführer durchaus Paroli bieten können. Was bleibt nun? Mund abputzen, weitermachen. Das schlechteste Saisonspiel dürfte durchgestanden worden sein, jetzt kann es nur noch bergauf gehen.

Zum Verdauen bleibt den Leinbachboys knapp drei Wochen, dann empfängt das Team die ebenfalls abstiegsbedrohten Hohenloher, die allerdings zuletzt den Tabellenprimus schlagen konnten. Anwurf am 9.3. ist um 18.00 Uhr in der Römerhalle.

Übrigens, die Leinbachpiraten sind seit Kurzem auf Instagram aktiv und unter dem Handle @hsgheilbronn_m1 zu finden.

Für SG Heuchelb. spielten:

Tim Jegglin (1), Lucas Lauster (1), David Gross (6/5), Tim Voelkel (4), Timo Zimmermann, Pierre Zornik, Nicolas Weißschuh, Martin Hassler, Lucas-Johannes Grimm, Tim Lauer (4/1), Luis Endner (9), Thorsten Stork (2), Hannes Fränznick (5)

Gelbe Karten: David Gross, Tim Lauer

Zeitstrafen: Lucas Lauster (1), Tim Voelkel (1), Luis Endner (1)

Trainer / Betreuer: Dumitru Cartos, Julian Eberhardt, Pauline Höger, Karlheinz Bayer

Für HSG Heilbronn spielten:

Lars Haiber (2/1), Reinhold Gräf, LEN Bauer (1), Matthias Ohr (1), Michael Schöllmann (1), Christopher Schmidt (2), Sebastian Rimner, Tiago De Oliveira Martins (2), Niklas Wacker, Oliver Binder (2), Serkan Vurmaz (8/2), Marco Künzel (1), Dirk Brodbeck (2), Leo Benz

Gelbe Karten: Serkan Vurmaz

Zeitstrafen: Matthias Ohr (2), Christopher Schmidt (1), Serkan Vurmaz (1), Dirk Brodbeck (2)

Trainer / Betreuer: Kenan Filp

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