Spannung bis zur letzten Sekunde im Derby gegen die HSG Hohenlohe

von Luisa Staudt

Für die Kobras der HSG Heilbronn stand am vergangenen Heimspieltag viel auf dem Spiel. Gegen die HSG Hohenlohe hatte man nicht nur eine Rechnung aus dem Hinspiel offen, sondern kämpfte auch um wichtige Punkte im direkten Duell zweier Abstiegskandidaten. Ein Sieg hätte die Chance geboten, sich in der engen unteren Tabellenhälfte nach oben zu arbeiten, während eine Niederlage den Klassenerhalt weiter gefährdet hätte.

Die Heilbronnerinnen starteten, wie bereits in den Wochen zuvor, mit einer starken und konzentrierten Abwehrleistung in die Partie. In Kombination mit Torhüterin Jasmin Garmatter konnten zahlreiche Bälle gewonnen und schnell in einfache Kontertore umgewandelt werden. Trotz wiederholtem Aluminiumpech im Abschluss behielten die Kobras in einer engen Begegnung zunächst leicht die Oberhand. Nach einer torarmen Schlussphase der ersten Halbzeit ging es jedoch mit einem ausgeglichenen Spielstand von 12:12 in die Pause.

Auch in der zweiten Hälfte fanden die Kobras zunächst gut ins Angriffsspiel. Allerdings offenbarten sich zwischenzeitlich zu große Lücken in der Abwehr, wodurch es nicht gelang, sich entscheidend abzusetzen. In der 48. Minute konnte mit dem 22:20 dennoch erstmals wieder ein Zwei-Tore-Vorsprung herausgespielt werden. Dieser hielt jedoch nicht lange. Im weiteren Verlauf fehlten im Angriff die klaren Lösungen und Anspielstationen, sodass der Vorsprung erneut aus der Hand gegeben wurde.

In der Schlussphase musste man zudem zwei Siebenmeter hinnehmen, wodurch die Kobras rund anderthalb Minuten vor Spielende mit 24:26 in Rückstand gerieten. Doch in den letzten Minuten mobilisierten die Heilbronnerinnen unterstützt von der Tribüne noch einmal alle Kräfte und kämpften leidenschaftlich um jeden Ball. Fünf Sekunden vor dem Abpfiff wurde dieser Einsatz schließlich belohnt. Der Treffer zum 26:26 sicherte zumindest einen Punkt.

Auch wenn sich die Mannschaft angesichts des Spielverlaufs sicherlich mehr erhofft hatte, bleibt durch das Unentschieden der Abstand zu den direkten Konkurrenten gering. Bereits in der kommenden Woche bietet sich die nächste Gelegenheit, in der Tabelle Boden gutzumachen.

Am Sonntag, den 19.04., treten die Kobras auswärts beim HC Oppenweiler/Backnang an, erneut gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Gemeindehalle Oppenweiler.

Für HSG Heilbronn spielten:

Spieler (Tore/7m): Enny Bayer, Carolin Bozic (7/0), Jasmin Garmatter, Madita Jochim, Melina Eschle (3/0), Nicole Buortesch, Lara Gläß (3/0), Anja Horny (1/0), Saskia Haiber (1/0), Luisa Staudt (7/0), Michelle Lierenz, Lea Ohr (1/0), Franziska Kiebel (3/3)

Zeitstrafen: Anja Horny, Lea Ohr

Trainer / Betreuer: Michelle Gallois, Jannika Giese

Für HSG Hohenlohe spielten:

Spieler (Tore/7m): Stephanie Dähnel (2/0), Hannah Gollda, Leonie Klenk, Michelle Wörz, Jana Fragner, Marie-Kristin Schmetzer (1/0), Katja Bolay, Olivia Wirth (3/0), Stefanie Samer (7/0), Julia Samer (1/0), Kathrin Bauer (1/0), Merle Immig, Verena Friedl (11/7), Elisabeth Schwab

Zeitstrafen: Stephanie Dähnel, Jana Fragner, Verena Friedl

Trainer / Betreuer: Sabine Reistle, N.N. N.N., Kerstin Thier, Pamela Schöbel

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