Kobras zeigen Kampfgeist – am Ende fehlt wieder die Konstanz
von Luisa Staudt
Nach dem spielfreien Faschingswochenende stand für die HSG am vergangenen Sonntag ein wichtiges Auswärtsspiel bei der Hbi Weilimdorf/Feuerbach an. Das Hinspiel hatten die Tabellennachbarn noch deutlich für sich entschieden. Entsprechend motiviert gingen die Kobras in die Partie, um Revanche zu nehmen und wichtige Punkte im direkten Konkurrenzkampf zu sichern.
Durch den aufs Feld gebrachten Ehrgeiz erwischte die HSG einen starken Start. Aufbauend auf einer stabilen Abwehrleistung und einer in der Anfangsphase überragenden Jasmin Garmatter im Tor erspielten sich die Kobras früh eine Führung. Durch konsequentes Tempospiel nach vorne wurde der Vorsprung bis zur 14. Minute auf 4:8 ausgebaut. Die Gastgeberinnen reagierten mit einer Auszeit und diese zeigte leider Wirkung.
Nach den ersten 15 dominanten Minuten kam es zu einem Bruch im Spiel der Heilbronnerinnen. Im Angriff fehlte zeitweise die Durchschlagskraft, technische Fehler schlichen sich ein und auch das Rückzugsverhalten sowie die Zuordnung in der Defensive stimmten nicht mehr. Die Stuttgarterinnen nutzten dies zu einfachen Toren. Der Vorsprung schmolz dahin und bis zur Halbzeit drehte Feuerbach die Partie zum Stand von 15:11 aus Sicht der Gastgeberinnen.
Doch wer die Kobras in dieser Saison verfolgt hat, weiß, dass sie Rückstände aufholen können. Entsprechend entschlossen ging man in die zweite Hälfte. Allerdings verliefen auch die ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff nicht wie erhofft. Unsicherheiten im Ballbesitz und weitere technische Fehler verhinderten eine schnelle Aufholjagd. Selbst ein zwischenzeitlicher Sieben-Tore-Rückstand nahm der Mannschaft jedoch nicht den Kampfgeist.
In der Folge zeigte die HSG Moral und überzeugte mit mannschaftlicher Geschlossenheit. Treffer um Treffer kämpfte man sich zurück ins Spiel und verkürzte bis zur 50. Minute auf zwei Tore. Plötzlich war wieder alles in diesem Spiel möglich. Durch eine unglückliche Zeitstrafe und den folgenden zwei Minuten in Unterzahl fehlten am Ende die Kräfte, um das Spiel noch einmal zu drehen. So musste man sich schließlich mit 33:28 geschlagen geben.
Mit mehr Konstanz über die gesamten 60 Minuten wäre in diesem Spiel sicherlich mehr möglich gewesen. Durch die Niederlage rutscht die HSG Heilbronn auf den vorletzten Tabellenplatz. Dennoch ist in der unteren Tabellenhälfte weiterhin alles eng beisammen, lediglich vier Punkte trennen die Kobras vom sechsten Rang.
In den kommenden Wochen heißt es nun, als Team weiter zusammen zu kämpfen und alles für den Klassenerhalt zu geben. Die nächste Gelegenheit bietet sich am 7. März um 20 Uhr in der Römerhalle. Zu Gast ist Tabellenführer Degmarn-Oedheim. Für diese schwierige Aufgabe freuen sich die Kobras auf zahlreiche Unterstützung von der Tribüne.
Für Hbi Weilimdorf/Feuerbach spielten:
Spieler (Tore/7m): Daniela Karge, Sina Mayer, Melina Eichinger (7/0), Jenny Schäfer (5/0), Valentina Beutel (6/4), Merle Lauer, Sophia Brombosch, Katharina Skacel, Antonia Pranjic (6/0), Jana Klein, Lisa Schumacher, Franziska Schramm, Hanna Lindner (4/0), Lilli Paul (5/0)
Zeitstrafen: Melina Eichinger, Antonia Pranjic
Für HSG Heilbronn spielten:
Spieler (Tore/7m): Carolin Bozic (2/0), Jasmin Garmatter, Melina Eschle (3/0), Lara Gläß (4/0), Karlina Klink, Anja Horny (4/0), Saskia Haiber (1/0), Luisa Staudt (7/0), Michelle Lierenz (1/0), Lea Ohr (1/0), Franziska Kiebel (5/2)
Zeitstrafen: Lara Gläß, Anja Horny
Trainer / Betreuer: N.N. N.N.